Millionen Jahre alte Models

Wir fragen Kerstin Schmidt — Seit 2013 als Fotografin am Landesmuseum tätig

Warum sind Sie Fotografin geworden?

Das war eine Mischung aus Interesse an Technik im Allgemeinen und der Fotografie im Speziellen. Ich hab schon als Kind alles auseinander gebaut, nur um heraus zu finden, wie es funktioniert. Dazu kam mein privates Interesse für Fotografie und der Wunsch mit Menschen zu arbeiten.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus und was unterscheidet die Arbeit im Museum vom Fotostudio?

Einen wirklich »typischen« Museumstag gibt es eigentlich nicht. An einem Tag kann man schon mal eine Stunde auf das richtige Tiermotiv warten, ein Gemälde, eine hundert Jahre alte Münze, oder eine Dinofährte ablichten. Aktuell fotografiere ich für die kommende Sonderausstellung »Heikles Erbe«. Hierbei gibt es besonders viele empfindliche ethnologische Objekte. Wie im Fotostudio lichte ich natürlich auch Menschen ab, zum Beispiel bei Ausstellungseröffnungen und Familienfesten. Aber auf der Objektfotografie liegt schon ein Schwerpunkt. Dazu kommt, dass jede Abteilung und jedes Objekt seine Eigenheiten und speziellen Anforderungen hat. Das geht nur mit ganz viel Geduld, Umsicht und guter Teamarbeit. Meine »Models« sind in der Regel eben etwas älter als andere, da kommen gerne auch mal ein paar Millionen Jahre zusammen [grinst].

Vermissen Sie die analoge Fotografie?

Analoge als auch digitale Fotografie haben ihre Vor- und Nachteile. Wobei die analoge Fotografie in Qualität und Lichtstimmung meiner Meinung nach bisher kaum zu toppen ist, da schwingt aber auch etwas Nostalgie mit.

Haben Sie ein Lieblingsmotiv?

Eigentlich ist es gerade die Abwechslung, die mir am meisten Spaß macht und die Menge an Informationen zu den Objekten.

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