We’re Going Digital — Unsere Sammlung wird digitalisiert

Digitalisierung von Museumssammlungen

Viele Museen haben es schon realisiert: Ihre Sammlungsobjekte können nun auch von zu Hause aus am Tablet, dem Smartphone oder am Computer angeschaut werden. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: auf die »Lieblingsstücke« kann immer und überall ein bewundernder Blick geworfen werden. Freunden und Bekannten kann »mal eben schnell« gezeigt werden, was das Museum so zu bieten hat, bevor man sich auf den Weg macht. Und wenn das Lieblingsgemälde sogar noch den Desktophintergrund ziert, ist der Arbeitsalltag auch gleich viel schöner. Die Digitalisierung von Exponaten ist im Zeitalter von Selfie-Stationen, kompletten »Digitalen Ausstellungen« und dem Verbreiten von Kunst via Twitter, Instagram und Co. ein schöner und wichtiger Weg die analogen Stücke zu präsentieren. Und wir machen mit!

Wie können die Exponate gefunden werden?

Am Anfang steht natürlich das Original. Denken Sie jetzt einfach mal an Ihr ganz persönliches Lieblingsstück aus dem WeltenMuseum. Vielleicht unsere goldene Sonnenscheibe aus Moordorf? Oder unseren Seehund aus den Naturwelten? Egal, welches Objekt sie jetzt gerade vor Augen haben: wir haben es für sie fotografiert. Dabei kann es sich um ein perfekt ausgeleuchtetes Bild aus den Händen unserer Fotografin handeln, aber auch um ein Arbeitsfoto, welches ein Kurator oder Sammlungsverwalter gemacht hat, um die wertvollen Stücke aus dem Tresor oder die selten gezeigten Exponate aus der hintersten Ecke des Magazins abzulichten. Mit den wichtigsten Informationen zu den Objekten bestückt, wandern diese Fotos dann auf das virtuelle Niedersächsische Kulturerbeportal: kulturerbe.niedersachsen.de. Dort können die Bestände aus den Museen, Archiven und Bibliotheken Niedersachsens ganz bequem zu Hause auf dem Sofa durchforstet werden. Und vielleicht entdecken Sie ja sogar ein ganz neues Lieblingsobjekt? Beim nächsten Museumsbesuch können Sie es sich dann auch einmal aus der Nähe anschauen.

Sammeln, Bewahren, Forschen, Präsentieren und Vermitteln

Eine Kernaufgabe des Museums ist selbstverständlich das Ausstellen und Vermitteln, also das Präsentieren der Sammlungsobjekte, in einem geeigneten Rahmen mit Hintergrundinformationen. Sie sollen unsere Highlights nicht nur sehen können, sondern hinterher auch wissen, um was es sich dabei handelt und welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Leider ist es uns nicht möglich, Ihnen die fast drei Millionen Objekte aus unseren verschiedenen Sammlungen  gleichzeitig zu zeigen – noch dazu möchten wir Ihnen ja auch Objekte präsentieren, die aus anderen Museen in Form einer Sonderausstellung zu uns kommen. Da bietet sich als Alternative ein virtueller Museumsrundgang ganz wunderbar an. So können Sie Objekte entdecken, die gerade nicht in unserem Haus zu sehen sind, ganz kleine und feine Besonderheiten, aber auch z.B. die große Masse an Keramikgefäßen, mit denen die Archäologen im Alltag zu tun haben und die normalerweise nicht den Weg in die Ausstellungshallen finden.
Ein persönlicher Besuch ist natürlich immer schöner – das Erlebnis in unserem Haus kann kein Portal im Internet ersetzen. Die Kuratoren-Führungen, das Kinder-Ferienangebot, Kurse oder Lesungen mit und an den Originalen, oder auch einmal das ganz stille und einsame Wandern durch die Kunstwelten. Die Wirkung der alten Gemälde auf unser Sein. All das bleibt Ihnen glückicherweise erhalten. Aber für einen kleinen Vorgeschmack kann ja in Zukunft vielleicht schon einmal unsere digitale Sammlung sorgen.

 

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Sonja Nolte, Administratorin der Sammlungsdatenbank
Als Administratorin liebt sie Digitalisate. Als Archäologin hat sie die Artefakte aber auch gerne analog auf dem Schreibtisch.

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