weiß, weißer, bunt

Wir fragen Daniel Alberti — Hausarbeiter, seit 2014 im Landesmuseum tätig

Was sind Ihre Aufgaben in der Hauswirtschaft?

Spontan fällt mir dazu ein: »Mädchen für Alles«! Meine Aufgabe ist es, zusammen mit meinen Kollegen hinter den Kulissen den Museumsbetrieb aufrecht zu erhalten. Dazu gehört unter anderem die Instandhaltung des über 100 Jahre alten Museumsgebäudes und die Pflege unserer Außenanlagen. Genauso kümmern wir uns um die Vorbereitung von Events, also die Bestuhlung für Vorträge und Ausstellungseröffnungen bereitstellen, eine Bühne für Konzerte oder Tische für Veranstaltungen aufbauen. Aber ich unterstütze auch beim Auf- und Abbau von Ausstellungen. Gelernt habe ich ursprünglich Maler und Lackierer. Damit bin ich also Ansprechpartner, wenn es darum geht, einen Raum oder eine Tür neu zu streichen.

Gibt es Unterschiede im Rahmen der Museumsarbeit?

Die Aufgaben des Ausstellungsmalers sind generell schon anders und teilweise wesentlich aufwendiger. Das fängt an beim Abdecken und Schützen der kostbaren Objekte. Manchmal dauert das sogar länger als das eigentliche Streichen oder Lackieren. Dann geht es weiter mit der richtigen Auswahl der Lacke und Farben. Bei den unterschiedlichen Materialien der Aus-stellungsstücke ist es sehr wichtig zu beachten, dass spezielle Grenzwerte eingehalten werden. Wird zum Beispiel ein Sockel lackiert, muss dieser danach 30 Tage lang »ausgasen«, bevor er mit einem Exponat bestückt werden darf.

Haben Sie einen Lieblingsbereich oder ein Lieblingsexponat im Museum?

Mein Lieblingsort ist der Mittelalterbereich der KunstWelten mit den großen Altarretabeln, etwa von Meister Bertram. Aber auch die Figuren von Tilman Riemenschneider finde ich faszinierend. Was diese Künstler mit den eingeschränkten Mitteln ihrer Zeit bereits für Meisterwerke geschaffen haben, finde ich absolut bemerkenswert.

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